Riesterrente

Riesterrente

Ihre Versorgungssituation im Alter

Der Tabelle können Sie entnehmen, dass sich z.B. eine 30jährige Person 60 % ihrer Renteneinkünfte selbst aufbauen muss und nur ca. 40% aus der gesetzlichen Basisversorgung bekommen wird.

Was spricht für die Riesterrente?

  • Die Riesterrente ist Hartz IV sicher, nicht pfändbar, also bei Insolvenz sicher.
  • Die Beitragshöhe kann jederzeit geändert werden.
  • Die volle Zulage wird erreicht, wenn der Mindestbeitrag (abhängig vom sozialversicherungspflichtigen Vorjahreseinkommen, mindestens 4%) entrichtet wird, andernfalls wird die Zulage nur anteilig gezahlt. Höchstbeitrag 2.100 €.
  • Die Beiträge zur Riester-Rente inklusive Zulagen können als Sonderausgaben steuermindernd geltend gemacht werden. Der Maximalbetrag in Höhe von 2.100 pro Jahr ist jedoch zu beachten. Dieser Beitrag wird vom zu versteuernden Einkommen abgezogen. Das Finanzamt prüft, ob die Steuerersparnis größer ist als die in den Vertrag geflossenen staatlichen Zulagen. Ist die Steuerersparnis größer, erhält der Riester-Sparer die Differenz zwischen Steuerersparnis und Zulage erstattet bzw. sie wird mit seiner Einkommensteuer verrechnet.
  • Vorteil für Frauen: Das Alterseinkünftegesetz führt gemäß einer EU-Richtlinie für alle ab 2006 angebotenen Tarife zwingend die so genannten Unisex-Tarife ein.
  • Es können bis zu 100% des angesparten Kapitals zu wohnungswirtschaftlichen Zwecken entnommen werden. Der entnommene Betrag muss nicht mehr zurückgezahlt werden.
  • Die Riesterrente ist das Produkt am Markt, welches staatliche Förderung, optimale Verzinsung bei höchster Sicherheit ideal vereint.
  • Jeder Sparer erhält für sich und für jede kindergeldberechtigte Person staatliche Zulagen und ggf. Steuererstattung.
  • Für ab 2008 geborene Kinder wurde die Riester-Zulage auf 300 Euro erhöht. Zusätzlich gibt es eine Extraprämie von 200 Euro für BerufseinsteigerInnen, die bis zum 25. Lebensjahr einen Vertrag abschließen. Für Kinder, die bis einschließlich 2007 geboren wurden, bleibt es bei der bislang im Gesetz festgelegten Zulage von 185 Euro.
  • Das Finanzamt prüft automatisch, ob und um gegebenenfalls wie viel die Steuerersparnis höher ist als die Zulagenförderung. Ist die Steuerersparnis höher als die Zulagen, so zahlt das Finanzamt den Teil der Steuerersparnis, der die Zulagen übersteigt, als Steuerrückzahlung aus.
  • Zum geförderten Personenkreis gehören jetzt auch Bezieher von Renten wegen voller Erwerbsminderung oder Erwerbsunfähigkeit (Dienstunfähigkeit), wenn sie unmittelbar vor Bezug förderfähig waren.
  • Riesterrenten werden nachgelagert besteuert, sind jedoch von Sozialabgaben befreit.
  • Die Zulagen und Steuervergünstigungen müssen auch bei Tod der anspruchsberechtigten Person vor Rentenbeginn zurückgezahlt werden. Jedoch ist die Übertragung des vollständigen Vertragswerts (inkl. Zulagen) in den Riestervertrag eines Ehepartners möglich. Auch hinterbliebene Kinder, die kindergeldberechtigt sind, erhalten, soweit vertraglich vereinbart, eine Rente ausgezahlt.

Die spätere Auszahlung wird nur als Leibrente gewährt. Eine 30-prozentige Teilauszahlung bei Rentenbeginn ist zulagenunschädlich möglich.

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Merkblatt zur Betrieblichen Direktversicherung

Merkblatt zur Betrieblichen Direktversicherung

1. Ihre Versorgungssituation im Alter
Die staatliche Rente in Deutschland sinkt immer weiter. Der Tabelle können Sie entnehmen, dass sich z.B. eine 20jährige Person 65 % ihrer Rente selbst aufbauen muss und nur ca. 35% aus der gesetzlichen Basisversorgung bekommen wird.

2. Ein Zukunftsrisiko wie bei der gesetzlichen Rente besteht bei der betrieblichen Altersvorsorge nicht. Anders als bei der Deutschen Rentenversicherung – bei der die Beiträge der Ver-sicherten schon im nächsten Monat wieder an die Rentner fließen – werden Ihre Beiträge zu einer Betrieblichen Direktver-sicherung verzinslich angesammelt und später zuzüglich der garantierten Verzinsung lebenslang als Rente an Sie ausgezahlt.

3. Recht auf Entgeltumwandlung
Arbeitnehmer haben einen gesetzlichen Anspruch auf Entgeltumwandlung. In 2011 können maximal 2.640 € pro Jahr bzw. 220 € monatlich (alte Bundesländer) steuer- und sozialversicherungsfrei umgewandelt werden. Weitere 1.800 € können steuerfrei umgewandelt werden.

4. Auszüge aus „Tarifvertrag zur betrieblichen Altersvorsorge und Entgeltumwandlung (gültig ab 1. Juli 2011)

㤠2 Arbeitgeberbeitrag zur betrieblichen Altersvorsorge
Mitarbeiter in Apotheken erhalten zum Aufbau einer betrieblichen Altersvorsorgeleistung nach § 1 Betriebsrentengesetz (BetrAVG) von dem Apothekeninhaber einen Beitrag gemäß folgender Staffelung:…“

„Eine unmittelbare Auszahlung des Arbeitgeberbeitrages zur betrieblichen Altersvorsorge an den Mitarbeiter ist grundsätzlich nicht zulässig. Eine Auszahlung des laufenden Arbeitgeberbeitrages mit dem Gehalt ist auf Wunsch des Mitarbeiters nur dann möglich, wenn er bereits das 55. Lebensjahr vollendet hat“.
„§ 3 Abs. 2 Macht der Mitarbeiter von der Möglichkeit der Entgeltumwandlung Gebrauch, erhält er einen Arbeitgeberzuschuss in Höhe der eingesparten Sozialversicherungsbeiträge auf den umgewandelten Betrag von 20 v. H.“.

5. Beiträge zahlen und damit Steuern und Sozialversicherungsbeiträge sparen
Zusätzlich zu dem Arbeitgeberbeitrag haben Sie einen weiteren Vorteil: Die Beiträge für eine Betriebliche Direktversicherung  unterliegen nicht der Sozialversicherungspflicht und sind nicht zu versteuern.

Beispielrechnung (Brutto 1.500, Steuerklasse I)

100,00 € monatlicher, gesamter Beitrag für eine Betriebliche Direktversicherung
– 66,00 € Arbeitgeberbeitrag(gemäß § 2)
–   7,10 € eingesparte Sozialversicherungsbeiträge
– 10,21 €
eingesparte Steuern
16,69 € Ihr Nettoaufwand

Sie sparen Monat für Monat 100 € für Ihre Altersvorsorge, zahlen aber nur 16,69 € aus eigner Tasche! Mit Alter 67 bekäme eine heute 30jährige eine Altersrente von bis zu 455 € monatlich oder eine Kapitalauszahlung von bis zu 120.000 €.

6. (Hartz IV)-sicher
Die per Entgeltumwandlung gezahlten Beiträge zur Direktversicherung werden nicht auf das Arbeitslosengeld II angerechnet.

7. Wie funktioniert eine Direktversicherung?
Bei der Direktversicherung handelt es sich um eine Versicherung, die der Arbeitgeber als Versicherungsnehmer/Beitragszahler für einen Arbeitnehmer abschließt. Dabei handelt es sich in der Regel entweder um eine Rentenversicherung, eine Kapital-Lebensversicherung oder um eine fondsgebundene Lebensversicherung. Bei der klassischen Direktversicherung dürfen bis zu 35% der Beiträge in Aktien angelegt werden. Allerdings bringt die fondsgebundene Variante auch ein Renditeverlustrisiko in Zeiten fallender Kurse mit sich.

8. Zusätzliche Absicherung
Es sollte eine Zusatzversicherung eingeschlossen werden: Befreiung von der Beitragszahlung bei Berufsunfähigkeit. Für den Fall einer Berufsunfähigkeit übernimmt die Versicherungsgesellschaft die Beitragszahlung. Sie sind von der Beitragszahlung befreit und können sich die abgesicherte Altersrente oder das Kapital bei Erreichen der Altersgrenze auszahlen lassen.
Auch der Einschluss einer Berufsunfähigkeits-Rente ist möglich, die im Falle einer Berufsunfähigkeit monatlich an Sie ausgezahlt wird. Die Befreiung von der Beitragszahlung ist dann automatisch mit versichert.

9. Bezugsrecht
Der Arbeitnehmer erhält bei dieser Form der betrieblichen Altersvorsorge ein unwiderrufliches Bezugsrecht, der Arbeitgeber ist lediglich Versicherungsnehmer des Direktversicherungsvertrages. Dem Arbeitnehmer gehört von Beginn an der Vertrag.

10. Monatliche Rente oder Kapitalabfindung
Zum Ende der Laufzeit können Sie wählen, ob Sie eine Kapitalauszahlung oder eine monatliche Altersrente haben möchten. Üblicherweise findet die Auszahlung aus der betrieblichen Direktversicherung frühestens ab dem 60. Lebensjahr statt. Eine Ausnahme gibt es, wenn Sie bereits vor diesem Zeitpunkt eine Altersrente aus der gesetzlichen Rentenversicherung erhalten.

11. Hinterbliebenenversorgung
Berechtigte Hinterbliebene sind Ehegatten, frühere Ehegatten, Lebensgefährten (gemeinsame Haushaltsführung). Kinder zwischen dem 18. und 21. Lebensjahr sind anspruchsberechtigt, wenn sie sich noch nicht in einer Berufsausbildung befinden. Darüber hinaus sind sie bis zum 25. Lebensjahr begünstigt, wenn sie sich in einer Berufsausbildung befinden oder ein Freiwilliges Soziales Jahr oder Vergleichbares absolvieren.

12. Steuer- und sozialversicherungsrechtliche Hinweise
Infolge der Entgeltumwandlung ergibt sich eine Minderung des beitragspflichtigen Entgelts in der gesetzlichen Renten-, Kranken-, Arbeitslosen- und Pflegeversicherung und somit eine entsprechende Minderung der Leistungsansprüche aus diesen Versicherungen. Außerdem verringert sich grundsätzlich auch die Bemessungsgrundlage von Ansprüchen, die vom Nettoarbeitsentgelt der Arbeitnehmer abhängig sind (wie Krankengeld, Zuschuss zum Mutterschaftsgeld).

13. Übertragbarkeit bei Wechsel des Arbeitsplatzes
Bei einem Wechsel des Arbeitsplatzes/Unternehmens kann die Direktversicherung mitgenommen werden. Der neue Arbeitgeber kann auch das Deckungskapital eines mitgebrachten Vertrages auf einen neuen Vertrag übertragen. Auch eine Beitragsfreistellung des alten Vertrages ist möglich. Dafür muss der Arbeitnehmer einen Antrag auf Beitragsfreistellung bei der Versicherung einreichen. Die bislang eingezahlten Versicherungsbeiträge bleiben dann bis zum Ende der Laufzeit des Vertrages stehen, werden verzinst und werden bei Ablauf des Vertrages an den Arbeitnehmer ausgezahlt. Diese Regelung ergibt sich aus dem Gesetz zur Verbesserung der betrieblichen Altersversorgung. Ihr Mitnahmerecht müssen Sie binnen eines Jahres nach Beendigung Ihres alten Arbeitsverhältnisses wahrnehmen. Voraussetzung für den Anspruch ist, dass der Übertragungswert die Beitragsbemessungsgrenze der gesetzlichen Rentenversicherung nicht übersteigt.

14. Wenn die Betriebliche Direktversicherung fällig wird
Sie möchten sich statt einer monatlichen Rente Ihre betriebliche Direktversicherung in einer Summe auszahlen lassen? Das geht. Die Auszahlungen (Kapital oder Rente) sind wie Arbeitseinkommen steuerpflichtig. Außerdem sind Beiträge zur gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung zu zahlen. Da der Steuersatz jedoch während des Arbeitslebens im Allgemeinen höher ist als im Rentenalter, sparen Sie Steuern.

Die obige Darstellung ist ohne Gewähr und erhebt keinen Anspruch auf Richtigkeit oder Vollständigkeit. Mehr zur betrieblichen Altersvorsorge finden Sie in der kostenlosen Broschüre „Zusätzliche Altersvorsorge“ des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales. Individuelle Auskünfte können Sie beim Bürgertelefon erhalten (0180 5 676710 für 0,14 Euro/Min. aus dem deutschen Festnetz).

Zum persönlichen Beratungsgespräch sind bitte unbedingt folgende Unterlagen mitzubringen:

1. letzte Verdienstabrechnung und Abrechnungen über Sonderzahlungen wie 13. Monatsgehalt, Weihnachts- oder Urlaubsgeld.

2. aktuelle Renteninformation von der Deutschen Rentenversicherung oder vom Versorgungswerk (Anwartschaften auf Altersrente, Erwerbsunfähigkeits- oder Berufsunfähigkeitsrente).

3. Aktuelle Unterlagen über bestehende Versorgungsverträge:
bestehende Betriebliche Direktversicherung,
Renten- oder Lebensversicherungen,
Berufsunfähigkeitsversicherungen,
Sparverträge,
Riester,
VL-Verträge,
Bausparverträge etc..
Aus diesen Unterlagen muss hervorgehen: Beginn, Ablauf, monatlicher Beitrag, Verssicherungssumme, versicherte Altersrente oder Kapitalabfindung, Zusatzversicherungen.

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Versorgungsnetzwerk AG – Hollerlander Weg 96, 28355 Bremen,
Tel. 0421. 25 32 92, Fax 0421. 25 59 63
Aufsichtsräte: Jessica Mengel, Britta Emde, Vivian Umek (Vorsitzende)
Vorstand: Dr. Angelika Bischoff

– HRB 22620 Amtsgericht Bremen

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