Unterstützungskasse

Unterstützungskasse

In die Unterstützungskasse dürfen nahezu unbegrenzt Beiträge einkommenssteuerlich voll abzugsfähig eingezahlt werden (vgl. § 11 EStG.

Der Interessent kann hoch besteuerten Aktivlohn in die geringer besteuerte Ruhestandsphase verlagern (§ 19 Absatz 1 Nr. 2 EStG)

  • Die Unterstützungskasse ist einer der fünf Durchführungswege der betrieblichen Altersversorgung in Deutschland.
  • Eine Unterstützungskasse ist eine rechtsfähige Versorgungseinrichtung zur Durchführung der betrieblichen Altersversorgung. Die Unterstützungskasse stellt stets ein eigenständiges, unabhängiges Rechts- und Steuersubjekt dar und kann in Form einer GmbH, eines eingetragenen Vereins oder einer Stiftung organisiert sein.
  • Die Unterstützungskasse gewährt formal keinen Rechtsanspruch auf die Versorgungsleistungen. Faktisch ist dies für den berechtigten Arbeitnehmer aber nicht relevant, da in § 1 (1) BetrAVG geregelt ist: Der Arbeitgeber steht für die Erfüllung der von ihm zugesagten Leistungen auch dann ein, wenn die Durchführung nicht unmittelbar über ihn erfolgt (Subsidiärhaftung des Arbeitgebers). Bei Insolvenz des Arbeitgebers werden die Betriebsrenten grundsätzlich durch den Pensionssicherungsverein (PSVaG) gezahlt, da eine gesetzliche Insolvenzsicherungspflicht bei diesem besteht.
  • Bei einer rückgedeckten Unterstützungskasse werden die biometrischen Risiken (vorzeitiger Versorgungsfall durch Invalidität oder Tod des Berechtigten) der Versorgungszusage ganz (kongruent) oder teilweise auf ein Versicherungsunternehmen ausgelagert. Die Unterstützungskasse leitet die Zuwendung – nach Abzug von Gebühren – an ein Versicherungsunternehmen weiter.
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