Private Rente

Allgemeine Überlegungen zur privaten Rente

Anders als bei der gesetzlichen Rente, wo die Beiträge der Versicherten schon im nächsten Monat wieder an die Rentner fließen, werden Ihre Beiträge zur privaten Rentenversicherung für Sie persönlich angesammelt und später zuzüglich einer garantierten Verzinsung lebenslang an Sie ausgezahlt.

Ein Zukunftsrisiko wie das der gesetzlichen Rente besteht also bei der privaten Rentenversicherung nicht.

Flexibler als Riester- oder Rürup-Produkte

Beim Abschluss einer privaten Rentenpolice wird im Gegensatz zur Lebensversicherung keine Gesundheitsprüfung verlangt. Durch die Möglichkeit des Kapitalwahlrechts ist die private Rente flexibler als Rentenprodukte nach dem Riester- oder Rürup-Modell: Bei Eintritt in den Ruhestand haben Sie die Wahl zwischen einer lebenslangen Rente und der Auszahlung des angesparten Kapitals in einer Summe oder Teil-Auszahlung des Kapitals und Teilverrentung.

Sollten Sie sich für die lebenslange Auszahlung der Rente entscheiden, unterliegt lediglich der sog. Ertragsanteil der Besteuerung. Der Ertragsanteil richtet sich nicht nach dem tatsächlichen Ertrag, sondern nach dem Alter bei Rentenbeginn. Bei Rentenbeginn z.B. mit Alter 65 sind lebenslang lediglich 18 % der Rente zu versteuern:

Verrentung Beispiel: 1.000,– € Altersrente, 18 % = 180,– € ; bei einem persönlichen Steuersatz von 15 %
sind lediglich 27,– € Steuern zu zahlen.

Die private Rente ist von Sozialabgaben befreit.

Kapitalauszahlung: Beträgt die Laufzeit mindestens 12 Jahre und liegt die Fälligkeit erst nach Vollendung des 60. Lebensjahres, muss nur die Hälfte der angefallenen Erträge versteuert werden.

Die private Rentenversicherung bietet außerdem die Möglichkeit, im selben Vertrag zusätzlichen Risikoschutz wie beispielsweise eine Berufsunfähigkeitsversicherung, einen Unfallschutz oder eine Hinterbliebenenabsicherung zu vereinbaren.

Die konstante Rente

Hierbei handelt es sich darum, dass die Rente von der Höhe nach konstant ist und sich während der Bezugsphase nicht verändert. Die Höhe der konstanten Rente im Rentenbezug ist allerdings nicht garantiert. Sie ist von der jeweiligen Überschussbeteiligung abhängig. Die Rentenhöhe ist in den ersten Jahren des Rentenbezugs höher als bei der Dynamischen Rente.

Die dynamische Rente

Die dynamischen Rente ist eine Rentenauszahlungsvariante bei der die Rente von Jahr zu Jahr um einen bestimmten Prozentsatz steigt. Die Höhe und die Steigerungsrate der dynamischen Rente im Rentenbezug sind nicht garantiert. Jedoch ist die jeweils erreichte Rentenhöhe garantiert. Nur die zukünftigen, jährlichen Erhöhungen hängen von den jeweils von den erzielten Überschussanteilen ab. Die Rentenhöhe ist im Gegensatz zur konstanten Rente in den ersten Jahren des Rentenbezugs geringer und baut sich erst durch die regelmäßigen Erhöhungen auf.

Die teildynamische Rente

Die teildynamische Rente ist sozusagen eine Mischform zwischen der konstanten und teildynamischen Rente. Die Steigerungsrate der teildynamischen Rente im Rentenbezug ist nicht garantiert. Allerdings ist die jeweils erreichte Rentenhöhe garantiert. Nur die zukünftigen jährlichen Erhöhungen hängen jeweils von den erzielten Überschussanteilen ab.