Was tun, wenn man schon krank ist?

Es ist nicht zielführend, bei den Antragfragen zu schummeln, zumal es für „unversicherbare“ Personen auch andere Möglichkeiten gibt. Menschen, die an einer schweren Krankheit leiden, können sich natürlich nicht durch eine BU-Rente im klassischen Sinne absichern. Auch starkes Übergewicht oder ein einziger Besuch beim Psychotherapeuten reichen aus, um vorerst überhaupt nicht mehr versicherbar zu sein. Bei Gesundheitsschäden, die sich besser eingrenzen lassen, wie z.B. bei Wirbelsäulen-Vorschäden, erheben die Versicherer Beitragszuschläge oder sie schließen die Wirbelsäule aus dem BU-Schutz aus.

Es gibt jedoch mittlerweile einige wenige Gesellschaften, die keine oder reduzierte Gesundheitsfragen stellen. Allerdings interessiert sich die eine oder andere Gesellschaft doch für Ihren Gesundheitszustand und stellt anderweitig Nachforschungen an, und evtl. erhalten Sie eine Ablehnung Ihres Antrages obwohl Sie nicht eine einzige Gesundheitsfrage beantwortet haben.

Grundsätzlich ist es ohnehin empfehlenswert, wenn eine gesundheitliche Beeinträchtigung vorliegt bzw. ein Psychiater aufgesucht wurde, zunächst einen anonymisierten Antrag auf Versicherungsschutz zu stellen.

Einige Gesellschaften garantieren die Annahme eines BU-Antrages – unabhängig davon, welche Erkrankungen bestehen, es darf jedoch noch keine Berufsunfähigkeit vorliegen.

Übrigens gibt es für „nicht versicherbare“ Personen auch die Möglichkeit, eine private Krankenversicherung oder eine private Kranken-Zusatzversicherung abzuschließen. Inwieweit dann allerdings die Risikoaufschläge akzeptabel sind, muss jeder für sich entscheiden. Grundsätzlich ist es jedenfalls möglich.

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