Gesetzliche Rentenversicherung

Leistungen der Deutsche Rentenversicherung

Versorgung: ca. 19% oder 38%

mehr

Basis Rente

1. Altersvorsorge mit der Basisrente

Die Basisrente hat  in den letzten Jahren deutlich an Zuspruch gewonnen, denn die Rendite ist dank der staatlichen Förderung besser als bei einer privaten Rentenversicherung.

Wer profitiert am meisten von der Basisrente?

Die Basisrente ist speziell für Selbständige und Besserverdienende geeignet, da diese Personengruppen bereits in der Ansparphase in größerem Umfang Steuern sparen können.

Die Vorteile der Basisrente in Stichworten:

  • Steuervorteile: Die Beiträge zur Basisrente können bis zu 20.000 Euro pro Jahr und Person als Vorsorgeaufwendungen von der Steuer abgesetzt werden (seit 2005 beginnend mit 60% bis 2025 mit 100% -> 2% Steigerung pro Jahr; d.h. 2011 mit 72%).
  • Flexibilität: Je nach Anlagementalität und Alter können Sie zwischen klassischen und fondsgebundenen Varianten (mit und ohne Garantie) wählen.
  • Sicherheit: garantierte lebenslange Rente.
  • Zugriffsschutz: Das Basisrenten-Guthaben ist vor Hartz IV und Insolvenz geschützt.
  • Auszahlung: lebenslange und garantierte monatliche Rente.
  • BU: Die Basisrente kann mit einer Berufsunfähigkeitszusatzversicherung kombiniert werden. Die Auf-            wendungen hierfür wirken sich steuermindernd aus.

Wie wirkt sich die Basisrente steuerlich aus?

Sparphase

Die Beiträge der Basisrentenverträge werden ab 2005 beginnend mit 60% steuerlich begünstigt. Diese Steuerbegünstigung steigert sich jährlich um 2%, bis im Jahre 2025 die Beiträge steuerlich zu 100% ansetzbar sind und dann mit Ihrem individuellen Steuersatz zu versteuern sind.

Jahr %
2005 60
2006 62
2007 64
2008 66
2009 68
2010 70
2011 72
2012 74
2013 76
2014 78
2015 80
2016 82
2017 84
2018 86
2019 88
2020 90
2021 92
2022 94
2023 96
2024 98
2025 100

Rentenphase
Die Basisrente wird beginnend ab 2005 besteuert. In 2005 werden 50% der Rente der Besteuerung unterworfen und sind mit Ihrem individuellen Steuersatz zu versteuern. Dieser Prozentsatz steigt jedes Jahr um 2%, ab 2020 steigt der Prozentsatz nur noch um 1% bis 2040 100% erreicht sind.

mehr

Private Rente

Allgemeine Überlegungen zur privaten Rente

Anders als bei der gesetzlichen Rente, wo die Beiträge der Versicherten schon im nächsten Monat wieder an die Rentner fließen, werden Ihre Beiträge zur privaten Rentenversicherung für Sie persönlich angesammelt und später zuzüglich einer garantierten Verzinsung lebenslang an Sie ausgezahlt.

Ein Zukunftsrisiko wie das der gesetzlichen Rente besteht also bei der privaten Rentenversicherung nicht.

Flexibler als Riester- oder Rürup-Produkte

Beim Abschluss einer privaten Rentenpolice wird im Gegensatz zur Lebensversicherung keine Gesundheitsprüfung verlangt. Durch die Möglichkeit des Kapitalwahlrechts ist die private Rente flexibler als Rentenprodukte nach dem Riester- oder Rürup-Modell: Bei Eintritt in den Ruhestand haben Sie die Wahl zwischen einer lebenslangen Rente und der Auszahlung des angesparten Kapitals in einer Summe oder Teil-Auszahlung des Kapitals und Teilverrentung.

Sollten Sie sich für die lebenslange Auszahlung der Rente entscheiden, unterliegt lediglich der sog. Ertragsanteil der Besteuerung. Der Ertragsanteil richtet sich nicht nach dem tatsächlichen Ertrag, sondern nach dem Alter bei Rentenbeginn. Bei Rentenbeginn z.B. mit Alter 65 sind lebenslang lediglich 18 % der Rente zu versteuern:

Verrentung Beispiel: 1.000,– € Altersrente, 18 % = 180,– € ; bei einem persönlichen Steuersatz von 15 %
sind lediglich  27,– € Steuern zu zahlen.

Die private Rente ist von Sozialabgaben befreit.

Kapitalauszahlung: Beträgt die Laufzeit mindestens 12 Jahre und liegt die Fälligkeit erst nach Vollendung des 60. Lebensjahres, muss nur die Hälfte der angefallenen Erträge versteuert werden.

Die private Rentenversicherung bietet außerdem die Möglichkeit, im selben Vertrag zusätzlichen Risikoschutz wie beispielsweise eine Berufsunfähigkeitsversicherung, einen Unfallschutz oder eine Hinterbliebenenabsicherung zu vereinbaren.

Die konstante Rente

Hierbei handelt es sich darum, dass die Rente von der Höhe nach konstant ist und sich während der Bezugsphase nicht verändert. Die Höhe der konstanten Rente im Rentenbezug ist allerdings nicht garantiert. Sie ist von der jeweiligen Überschussbeteiligung abhängig. Die Rentenhöhe ist in den ersten Jahren des Rentenbezugs höher als bei der Dynamischen Rente.

Die dynamische Rente

Die dynamischen Rente ist eine Rentenauszahlungsvariante bei der die Rente von Jahr zu Jahr um einen bestimmten Prozentsatz steigt. Die Höhe und die Steigerungsrate der dynamischen Rente im Rentenbezug sind nicht garantiert. Jedoch ist die jeweils erreichte Rentenhöhe garantiert. Nur die zukünftigen, jährlichen Erhöhungen hängen von den jeweils von den erzielten Überschussanteilen ab. Die Rentenhöhe ist im Gegensatz zur konstanten Rente in den ersten Jahren des Rentenbezugs geringer und baut sich erst durch die regelmäßigen Erhöhungen auf.

Die teildynamische Rente

Die teildynamische Rente ist sozusagen eine Mischform zwischen der konstanten und teildynamischen Rente. Die Steigerungsrate der teildynamischen Rente im Rentenbezug ist nicht garantiert. Allerdings ist die jeweils erreichte Rentenhöhe garantiert. Nur die zukünftigen jährlichen Erhöhungen hängen jeweils von den erzielten Überschussanteilen ab.

mehr

Vermögenswirksame Leistungen

Steuerrechtliche Einordnung

Vermögenswirksame Leistungen sind arbeitsrechtlich Bestandteil des Lohns oder Gehalts. Sie gehören zu den steuerpflichtigen Einkünften aus nichtselbständiger Arbeit und sind Einkommen, Verdienst oder Entgelt (Arbeitsentgelt) im Sinne der Sozialversicherung und des Dritten Buches Sozialgesetzbuch. Der Anspruch auf die vermögenswirksame Leistung ist nicht übertragbar.

Reicht der nach Abzug der vermögenswirksamen Leistung verbleibende Arbeitslohn zur Deckung der einzubehaltenden Steuern, Sozialversicherungsbeiträge und Beiträge zur Bundesagentur für Arbeit nicht aus, so hat der Arbeitnehmer dem Arbeitgeber den zur Deckung erforderlichen Betrag zu zahlen.

Vermögenswirksame Leistungen können in verschiedene Anlageformen für die persönliche Altersvorsorge eingezahlt werden. Im Vordergrund stehen dabei Bausparverträge und Aktienfonds, denn diese Sparanlagen werden vom Staat besonders gefördert (Arbeitnehmersparzulage und Wohnungsbauprämie).

Es gelten Unterschiede in der Einkommensgrenze, in der Höhe der Arbeitnehmersparzulage und in der Höhe der maximal geförderten jährlichen Sparleistung zwischen der Anlage von vermögenswirksamen Leistungen für Beteiligungssparen und für Bausparen.

Die meisten Arbeitnehmer besitzen jedoch keinen Anspruch auf die Arbeitnehmersparzulage und können daher auch eine Lebensversicherung oder einen Sparplan abschließen.

Anspruch auf VL-Sparen aus dem Tarifvertrag

Ob ein Anspruch auf vermögenswirksame Leistungen besteht, ergibt sich aus dem jeweiligen Tarifvertrag. Viele Unternehmen zahlen diese Leistung auch freiwillig. Die Höhe der Zahlung durch den Arbeitgeber kann bis zu max. 40 € pro Monat betragen. Der Arbeitnehmer klärt zunächst mit dem Arbeitgeber, ob ein Anspruch auf vermögenswirksame Leistungen besteht. Danach wird ein begünstigter Sparvertrag abgeschlossen.

Der Arbeitgeber erhält eine Kopie des Vertrages und überweist die vermögenswirksamen Leistungen an das Unternehmen, mit dem der Sparvertrag geschlossen wurde. Die Zahlung durch den Arbeitgeber kann um einen Betrag, den der Arbeitnehmer freiwillig drauflegt, erhöht werden.

Vermögenswirksame Leistungen bei Anlage in einem Investmentfonds

Die Förderung ist mit Wirkung vom 1. April 2009 verbessert worden:

Der Staat fördert die Vermögensbildung der Arbeitnehmer durch die so genannte Arbeitnehmersparzulage. Diese Zulage beträgt jährlich 20% (18% bis April 2009) auf bis zu 400 Euro und wird maximal sechs Jahre lang gewährt. Die Maximalförderung beträgt mithin 80 Euro pro Jahr und insgesamt 480 Euro (bis April 2009 waren es 72 Euro pro Jahr und insgesamt 432 Euro für 6 Jahre)). Voraussetzung ist, dass das zu versteuernde Jahreseinkommen maximal 20.000 Euro für Ledige und 40.000 Euro für Verheiratete beträgt (bis April 2009 waren es 17.900 Euro für Ledige und 35.800 Euro für Verheiratete).

Vermögenswirksame Leistungen werden regelmäßig über einen Zeitraum von sechs Jahren angespart. Danach sind die VL noch für ein weiteres Jahr festgelegt. Nach Ablauf der siebenjährigen Anlagefrist kann der Sparer über den gesamten Sparbetrag inklusive der Arbeitnehmersparzulage verfügen.

Beim Investmentsparen beträgt die Zulage 18% und beim Bausparen lediglich 8,8%. Für den Anspruch auf Wohnungsbauprämie darf das zu versteuernde Jahreseinkommen 25.600 Euro pro Jahr für Alleinstehende und 51.200 Euro für Verheiratete nicht übersteigen.

Der Gesetzgeber will so insbesondere den langfristigen Vermögensaufbau fördern. Das Aktienfondssparen kann erfolgen über Einzahlungen in einen hierfür zugelassenen Aktienfonds bzw. Aktiendachfonds oder durch Beteiligungen am Unternehmen des Arbeitgebers. Nicht jeder Investmentfonds ist für das begünstigte Fondssparen zugelassen.

Viele Arbeitgeber zahlen Ihren Arbeitnehmern freiwillig oder nach dem Tarifvertrag einen Zuschuss zu Ihren Vermögenswirksamen Leistungen. Auch wenn der Arbeitgeber keinen Zuschuss gewährt, kann der Arbeitnehmer durch seine Eigenleistung die volle staatliche Sparzulage kassieren. Die Arbeitnehmersparzulage wird auch dann gewährt, wenn die VL-Beiträge voll oder teilweise vom Arbeitnehmer gezahlt werden. Der Arbeitgeber behält diesen Betrag vom Gehalt ein und leitet ihn weiter.

Die Sparzulage ist jährlich mit der Steuererklärung zu beantragen. Die Auszahlung erfolgt allerdings erst bei Vertragsende. Für die Beantragung erstellt die Investmentgesellschaft jährlich eine Bescheinigung zum Depotbestand, die der Steuererklärung beizufügen ist. Die Arbeitnehmer-Sparzulage ist – anders als die vermögenswirksamen Leistungen – steuer- und sozialversicherungsfrei (§ 13 Abs. 3 VermBG). Die Antragsfrist für die Arbeitnehmer-Sparzulage beträgt seit dem 01.01.2010 – entsprechend der Festsetzungsfrist der Steuererklärung – vier Jahre (vorher 2 Jahre). Sparer haben mithin reichlich Zeit, ein „Vergessen“ wieder zu heilen.

Vermögenswirksame Leistungen für berufliche Weiterbildung

Seit dem 1. Januar 2009 können vermögenswirksame Leistungen auch unschädlich für die eigene berufliche Weiterbildung oder die berufliche Weiterbildung des Ehegatten eingesetzt werden. Dabei ist ein Zeitfenster von drei Monaten zu beachten und die Weiterbildung außerhalb des Unternehmens muss dem beruflichen Fortkommen dienen (§ 4 Abs. 4 Nr. 4 des 5. VermBG).

Kurze Checkliste

  • Jeder Arbeitnehmer kann vom Arbeitgeber Vermögenswirksame Leistungen anlegen lassen. Dabei ist es nicht erforderlich, dass der Arbeitgeber Zuzahlungen leistet. Das Gehalt wird dann entsprechend reduziert.
  • Viele Anbieter verlangen einen monatlichen Mindestsparbetrag (z.B. 25 oder 34 Euro)
  • Freiwillige Zuzahlungen sind möglich
  • Gesetzliche Fördergrenzen: Zu versteuerndes Jahreseinkommen höchstens 20.000 Euro bei Ledigen und 40.000 bei Verheirateten.
  • Auszahlung des Gesamtbetrages inklusive staatlicher Förderung nach 7 Jahren
  • Bei vorübergehender Arbeitslosigkeit können die fehlenden Beiträge zur Erlangung der Sparförderung für das aktuelle Jahr nachgezahlt werden.
  • höhere Sparraten sind möglich; die Förderung ist jedoch auf maximal 400 Euro pro Jahr begrenzt
  • VL für Rentenfonds, offenen Immobilienfonds usw. werden nicht gefördert, nur Aktienfonds
  • Wenn beide Ehepartner arbeiten kann jeder ein eigenes VL-Depot eröffnen. Da ein VL-Depot nur für den jeweiligen Arbeitnehmer eröffnet wird, gibt es für Eheleute kein gemeinschaftliches Depot.
  • Eine vorzeitige Kündigung ist jederzeit möglich. Der Anspruch auf die Arbeitnehmersparzulage ist dann verloren.
  • Nach Ablauf von 7 Jahren werden weiterlaufende Zahlungen des Arbeitsgebers für ein neues Depot genutzt. Zur Erlangung einer Sparzulage gilt dann wiederum die 7-jährige Sperrfrist.
  • Seit dem 1.1.2009 ist der steuer- und sozialversicherungsfreie Höchstbetrag für Vermögensbeteiligungen von 135 Euro auf 360 Euro erhöht worden.
  • Kapitaleinkünfte sind bei den maßgebenden Einkommensgrenzen für die Arbeitnehmersparzulage und die Wohnungsbauprämie grundsätzlich nicht zu berücksichtigen (Jahressteuergesetz 2010).
mehr

Riester Rente

Unsere Analysen werden mit der Software des führenden und unabhängigen Analysehauses Morgen & Morgen durchgeführt. Dieses Unternehmen betreut namhafte Banken, Investmenthäuser und Versicherungen Deutschlands.

mehr

Die private Rente

Unsere Analysen werden mit der Software des führenden und unabhängigen Analysehauses Morgen & Morgen durchgeführt. Dieses Unternehmen betreut namhafte Banken, Investmenthäuser und Versicherungen Deutschlands.

Allgemeine Überlegungen zur privaten Rente

mehr