Steuerliche Vorteile für Arbeitnehmer

Sodann ermitteln wir detailliert die steuerlichen Vorteile, die der Mitarbeiter durch die Betriebliche Altersvorsorge hat. Es werden in eine spezielle Software alle relevanten Daten eingegeben wie Bruttogehalt, Steuerklasse, KV, Anzahl der Kinder usw. Der Mitarbeiter ist aktiv an dieser Beratung beteiligt – er kann sich also verschiedene Beitrags-Modelle ausrechnen lassen und sofort erkennen, wie hoch seine monatliche Netto-Belastung ausfällt, wenn er den Sparbeitrag nach oben oder nach unten variiert.

Die Grafik verdeutlicht, dass die Betriebliche Altersvorsorge für den Arbeitnehmer ein Super-Geschäft ist. Es bietet sich ihm hier die einmalige Chance, kostengünstig die Altersrente abzusichern. Rund 63% des Gesamtbeitrages von 220 € werden durch Arbeitgeber und den Staat gesponsert. Der Arbeitnehmer finanziert lediglich 37,4 % des monatlichen Gesamtbeitrages von 220 €.

Grundzüge der Beratung – steuerliche Vorteile

In der linken Spalte kann der Arbeitnehmer sehen wie hoch seine Steuerbelastung und die Belastung durch die Sozialversicherungsbeiträge ohne Betriebliche Altersvorsorge ist, nämlich 108,99 € und 313,13 €, rechts kann er sehen, das nur noch und 69,41 € an Steuern zu zahlen sind und 280,98 € für Sozialversbeiträge. Er spart also 71,73 €! Die 66 € vom Arbeitgeber sind in dieser Berechnung enthalten. Der Arbeitnehmer bekommt also 137,73 € an Zuschüssen oder Vergünstigungen und muss selbst nur 82,27 € netto aufwenden! Das ist ein Super-Geschäft für Arbeitnehmer. Hier bietet sich eine einmalige Chance, kostengünstig die Altersrente abzusichern. Rund 63% des Gesamtbeitrages von 220 € werden durch den Arbeitgeber und den Staat gesponsert.

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Basis Rente

1. Altersvorsorge mit der Basisrente

Die Basisrente hat  in den letzten Jahren deutlich an Zuspruch gewonnen, denn die Rendite ist dank der staatlichen Förderung besser als bei einer privaten Rentenversicherung.

Wer profitiert am meisten von der Basisrente?

Die Basisrente ist speziell für Selbständige und Besserverdienende geeignet, da diese Personengruppen bereits in der Ansparphase in größerem Umfang Steuern sparen können.

Die Vorteile der Basisrente in Stichworten:

  • Steuervorteile: Die Beiträge zur Basisrente können bis zu 20.000 Euro pro Jahr und Person als Vorsorgeaufwendungen von der Steuer abgesetzt werden (seit 2005 beginnend mit 60% bis 2025 mit 100% -> 2% Steigerung pro Jahr; d.h. 2011 mit 72%).
  • Flexibilität: Je nach Anlagementalität und Alter können Sie zwischen klassischen und fondsgebundenen Varianten (mit und ohne Garantie) wählen.
  • Sicherheit: garantierte lebenslange Rente.
  • Zugriffsschutz: Das Basisrenten-Guthaben ist vor Hartz IV und Insolvenz geschützt.
  • Auszahlung: lebenslange und garantierte monatliche Rente.
  • BU: Die Basisrente kann mit einer Berufsunfähigkeitszusatzversicherung kombiniert werden. Die Auf-            wendungen hierfür wirken sich steuermindernd aus.

Wie wirkt sich die Basisrente steuerlich aus?

Sparphase

Die Beiträge der Basisrentenverträge werden ab 2005 beginnend mit 60% steuerlich begünstigt. Diese Steuerbegünstigung steigert sich jährlich um 2%, bis im Jahre 2025 die Beiträge steuerlich zu 100% ansetzbar sind und dann mit Ihrem individuellen Steuersatz zu versteuern sind.

Jahr %
2005 60
2006 62
2007 64
2008 66
2009 68
2010 70
2011 72
2012 74
2013 76
2014 78
2015 80
2016 82
2017 84
2018 86
2019 88
2020 90
2021 92
2022 94
2023 96
2024 98
2025 100

Rentenphase
Die Basisrente wird beginnend ab 2005 besteuert. In 2005 werden 50% der Rente der Besteuerung unterworfen und sind mit Ihrem individuellen Steuersatz zu versteuern. Dieser Prozentsatz steigt jedes Jahr um 2%, ab 2020 steigt der Prozentsatz nur noch um 1% bis 2040 100% erreicht sind.

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Private Rente

Allgemeine Überlegungen zur privaten Rente

Anders als bei der gesetzlichen Rente, wo die Beiträge der Versicherten schon im nächsten Monat wieder an die Rentner fließen, werden Ihre Beiträge zur privaten Rentenversicherung für Sie persönlich angesammelt und später zuzüglich einer garantierten Verzinsung lebenslang an Sie ausgezahlt.

Ein Zukunftsrisiko wie das der gesetzlichen Rente besteht also bei der privaten Rentenversicherung nicht.

Flexibler als Riester- oder Rürup-Produkte

Beim Abschluss einer privaten Rentenpolice wird im Gegensatz zur Lebensversicherung keine Gesundheitsprüfung verlangt. Durch die Möglichkeit des Kapitalwahlrechts ist die private Rente flexibler als Rentenprodukte nach dem Riester- oder Rürup-Modell: Bei Eintritt in den Ruhestand haben Sie die Wahl zwischen einer lebenslangen Rente und der Auszahlung des angesparten Kapitals in einer Summe oder Teil-Auszahlung des Kapitals und Teilverrentung.

Sollten Sie sich für die lebenslange Auszahlung der Rente entscheiden, unterliegt lediglich der sog. Ertragsanteil der Besteuerung. Der Ertragsanteil richtet sich nicht nach dem tatsächlichen Ertrag, sondern nach dem Alter bei Rentenbeginn. Bei Rentenbeginn z.B. mit Alter 65 sind lebenslang lediglich 18 % der Rente zu versteuern:

Verrentung Beispiel: 1.000,– € Altersrente, 18 % = 180,– € ; bei einem persönlichen Steuersatz von 15 %
sind lediglich  27,– € Steuern zu zahlen.

Die private Rente ist von Sozialabgaben befreit.

Kapitalauszahlung: Beträgt die Laufzeit mindestens 12 Jahre und liegt die Fälligkeit erst nach Vollendung des 60. Lebensjahres, muss nur die Hälfte der angefallenen Erträge versteuert werden.

Die private Rentenversicherung bietet außerdem die Möglichkeit, im selben Vertrag zusätzlichen Risikoschutz wie beispielsweise eine Berufsunfähigkeitsversicherung, einen Unfallschutz oder eine Hinterbliebenenabsicherung zu vereinbaren.

Die konstante Rente

Hierbei handelt es sich darum, dass die Rente von der Höhe nach konstant ist und sich während der Bezugsphase nicht verändert. Die Höhe der konstanten Rente im Rentenbezug ist allerdings nicht garantiert. Sie ist von der jeweiligen Überschussbeteiligung abhängig. Die Rentenhöhe ist in den ersten Jahren des Rentenbezugs höher als bei der Dynamischen Rente.

Die dynamische Rente

Die dynamischen Rente ist eine Rentenauszahlungsvariante bei der die Rente von Jahr zu Jahr um einen bestimmten Prozentsatz steigt. Die Höhe und die Steigerungsrate der dynamischen Rente im Rentenbezug sind nicht garantiert. Jedoch ist die jeweils erreichte Rentenhöhe garantiert. Nur die zukünftigen, jährlichen Erhöhungen hängen von den jeweils von den erzielten Überschussanteilen ab. Die Rentenhöhe ist im Gegensatz zur konstanten Rente in den ersten Jahren des Rentenbezugs geringer und baut sich erst durch die regelmäßigen Erhöhungen auf.

Die teildynamische Rente

Die teildynamische Rente ist sozusagen eine Mischform zwischen der konstanten und teildynamischen Rente. Die Steigerungsrate der teildynamischen Rente im Rentenbezug ist nicht garantiert. Allerdings ist die jeweils erreichte Rentenhöhe garantiert. Nur die zukünftigen jährlichen Erhöhungen hängen jeweils von den erzielten Überschussanteilen ab.

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Vermögenswirksame Leistungen

Steuerrechtliche Einordnung

Vermögenswirksame Leistungen sind arbeitsrechtlich Bestandteil des Lohns oder Gehalts. Sie gehören zu den steuerpflichtigen Einkünften aus nichtselbständiger Arbeit und sind Einkommen, Verdienst oder Entgelt (Arbeitsentgelt) im Sinne der Sozialversicherung und des Dritten Buches Sozialgesetzbuch. Der Anspruch auf die vermögenswirksame Leistung ist nicht übertragbar.

Reicht der nach Abzug der vermögenswirksamen Leistung verbleibende Arbeitslohn zur Deckung der einzubehaltenden Steuern, Sozialversicherungsbeiträge und Beiträge zur Bundesagentur für Arbeit nicht aus, so hat der Arbeitnehmer dem Arbeitgeber den zur Deckung erforderlichen Betrag zu zahlen.

Vermögenswirksame Leistungen können in verschiedene Anlageformen für die persönliche Altersvorsorge eingezahlt werden. Im Vordergrund stehen dabei Bausparverträge und Aktienfonds, denn diese Sparanlagen werden vom Staat besonders gefördert (Arbeitnehmersparzulage und Wohnungsbauprämie).

Es gelten Unterschiede in der Einkommensgrenze, in der Höhe der Arbeitnehmersparzulage und in der Höhe der maximal geförderten jährlichen Sparleistung zwischen der Anlage von vermögenswirksamen Leistungen für Beteiligungssparen und für Bausparen.

Die meisten Arbeitnehmer besitzen jedoch keinen Anspruch auf die Arbeitnehmersparzulage und können daher auch eine Lebensversicherung oder einen Sparplan abschließen.

Anspruch auf VL-Sparen aus dem Tarifvertrag

Ob ein Anspruch auf vermögenswirksame Leistungen besteht, ergibt sich aus dem jeweiligen Tarifvertrag. Viele Unternehmen zahlen diese Leistung auch freiwillig. Die Höhe der Zahlung durch den Arbeitgeber kann bis zu max. 40 € pro Monat betragen. Der Arbeitnehmer klärt zunächst mit dem Arbeitgeber, ob ein Anspruch auf vermögenswirksame Leistungen besteht. Danach wird ein begünstigter Sparvertrag abgeschlossen.

Der Arbeitgeber erhält eine Kopie des Vertrages und überweist die vermögenswirksamen Leistungen an das Unternehmen, mit dem der Sparvertrag geschlossen wurde. Die Zahlung durch den Arbeitgeber kann um einen Betrag, den der Arbeitnehmer freiwillig drauflegt, erhöht werden.

Vermögenswirksame Leistungen bei Anlage in einem Investmentfonds

Die Förderung ist mit Wirkung vom 1. April 2009 verbessert worden:

Der Staat fördert die Vermögensbildung der Arbeitnehmer durch die so genannte Arbeitnehmersparzulage. Diese Zulage beträgt jährlich 20% (18% bis April 2009) auf bis zu 400 Euro und wird maximal sechs Jahre lang gewährt. Die Maximalförderung beträgt mithin 80 Euro pro Jahr und insgesamt 480 Euro (bis April 2009 waren es 72 Euro pro Jahr und insgesamt 432 Euro für 6 Jahre)). Voraussetzung ist, dass das zu versteuernde Jahreseinkommen maximal 20.000 Euro für Ledige und 40.000 Euro für Verheiratete beträgt (bis April 2009 waren es 17.900 Euro für Ledige und 35.800 Euro für Verheiratete).

Vermögenswirksame Leistungen werden regelmäßig über einen Zeitraum von sechs Jahren angespart. Danach sind die VL noch für ein weiteres Jahr festgelegt. Nach Ablauf der siebenjährigen Anlagefrist kann der Sparer über den gesamten Sparbetrag inklusive der Arbeitnehmersparzulage verfügen.

Beim Investmentsparen beträgt die Zulage 18% und beim Bausparen lediglich 8,8%. Für den Anspruch auf Wohnungsbauprämie darf das zu versteuernde Jahreseinkommen 25.600 Euro pro Jahr für Alleinstehende und 51.200 Euro für Verheiratete nicht übersteigen.

Der Gesetzgeber will so insbesondere den langfristigen Vermögensaufbau fördern. Das Aktienfondssparen kann erfolgen über Einzahlungen in einen hierfür zugelassenen Aktienfonds bzw. Aktiendachfonds oder durch Beteiligungen am Unternehmen des Arbeitgebers. Nicht jeder Investmentfonds ist für das begünstigte Fondssparen zugelassen.

Viele Arbeitgeber zahlen Ihren Arbeitnehmern freiwillig oder nach dem Tarifvertrag einen Zuschuss zu Ihren Vermögenswirksamen Leistungen. Auch wenn der Arbeitgeber keinen Zuschuss gewährt, kann der Arbeitnehmer durch seine Eigenleistung die volle staatliche Sparzulage kassieren. Die Arbeitnehmersparzulage wird auch dann gewährt, wenn die VL-Beiträge voll oder teilweise vom Arbeitnehmer gezahlt werden. Der Arbeitgeber behält diesen Betrag vom Gehalt ein und leitet ihn weiter.

Die Sparzulage ist jährlich mit der Steuererklärung zu beantragen. Die Auszahlung erfolgt allerdings erst bei Vertragsende. Für die Beantragung erstellt die Investmentgesellschaft jährlich eine Bescheinigung zum Depotbestand, die der Steuererklärung beizufügen ist. Die Arbeitnehmer-Sparzulage ist – anders als die vermögenswirksamen Leistungen – steuer- und sozialversicherungsfrei (§ 13 Abs. 3 VermBG). Die Antragsfrist für die Arbeitnehmer-Sparzulage beträgt seit dem 01.01.2010 – entsprechend der Festsetzungsfrist der Steuererklärung – vier Jahre (vorher 2 Jahre). Sparer haben mithin reichlich Zeit, ein „Vergessen“ wieder zu heilen.

Vermögenswirksame Leistungen für berufliche Weiterbildung

Seit dem 1. Januar 2009 können vermögenswirksame Leistungen auch unschädlich für die eigene berufliche Weiterbildung oder die berufliche Weiterbildung des Ehegatten eingesetzt werden. Dabei ist ein Zeitfenster von drei Monaten zu beachten und die Weiterbildung außerhalb des Unternehmens muss dem beruflichen Fortkommen dienen (§ 4 Abs. 4 Nr. 4 des 5. VermBG).

Kurze Checkliste

  • Jeder Arbeitnehmer kann vom Arbeitgeber Vermögenswirksame Leistungen anlegen lassen. Dabei ist es nicht erforderlich, dass der Arbeitgeber Zuzahlungen leistet. Das Gehalt wird dann entsprechend reduziert.
  • Viele Anbieter verlangen einen monatlichen Mindestsparbetrag (z.B. 25 oder 34 Euro)
  • Freiwillige Zuzahlungen sind möglich
  • Gesetzliche Fördergrenzen: Zu versteuerndes Jahreseinkommen höchstens 20.000 Euro bei Ledigen und 40.000 bei Verheirateten.
  • Auszahlung des Gesamtbetrages inklusive staatlicher Förderung nach 7 Jahren
  • Bei vorübergehender Arbeitslosigkeit können die fehlenden Beiträge zur Erlangung der Sparförderung für das aktuelle Jahr nachgezahlt werden.
  • höhere Sparraten sind möglich; die Förderung ist jedoch auf maximal 400 Euro pro Jahr begrenzt
  • VL für Rentenfonds, offenen Immobilienfonds usw. werden nicht gefördert, nur Aktienfonds
  • Wenn beide Ehepartner arbeiten kann jeder ein eigenes VL-Depot eröffnen. Da ein VL-Depot nur für den jeweiligen Arbeitnehmer eröffnet wird, gibt es für Eheleute kein gemeinschaftliches Depot.
  • Eine vorzeitige Kündigung ist jederzeit möglich. Der Anspruch auf die Arbeitnehmersparzulage ist dann verloren.
  • Nach Ablauf von 7 Jahren werden weiterlaufende Zahlungen des Arbeitsgebers für ein neues Depot genutzt. Zur Erlangung einer Sparzulage gilt dann wiederum die 7-jährige Sperrfrist.
  • Seit dem 1.1.2009 ist der steuer- und sozialversicherungsfreie Höchstbetrag für Vermögensbeteiligungen von 135 Euro auf 360 Euro erhöht worden.
  • Kapitaleinkünfte sind bei den maßgebenden Einkommensgrenzen für die Arbeitnehmersparzulage und die Wohnungsbauprämie grundsätzlich nicht zu berücksichtigen (Jahressteuergesetz 2010).
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Riesterrente

Riesterrente

Ihre Versorgungssituation im Alter

Der Tabelle können Sie entnehmen, dass sich z.B. eine 30jährige Person 60 % ihrer Renteneinkünfte selbst aufbauen muss und nur ca. 40% aus der gesetzlichen Basisversorgung bekommen wird.

Was spricht für die Riesterrente?

  • Die Riesterrente ist Hartz IV sicher, nicht pfändbar, also bei Insolvenz sicher.
  • Die Beitragshöhe kann jederzeit geändert werden.
  • Die volle Zulage wird erreicht, wenn der Mindestbeitrag (abhängig vom sozialversicherungspflichtigen Vorjahreseinkommen, mindestens 4%) entrichtet wird, andernfalls wird die Zulage nur anteilig gezahlt. Höchstbeitrag 2.100 €.
  • Die Beiträge zur Riester-Rente inklusive Zulagen können als Sonderausgaben steuermindernd geltend gemacht werden. Der Maximalbetrag in Höhe von 2.100 pro Jahr ist jedoch zu beachten. Dieser Beitrag wird vom zu versteuernden Einkommen abgezogen. Das Finanzamt prüft, ob die Steuerersparnis größer ist als die in den Vertrag geflossenen staatlichen Zulagen. Ist die Steuerersparnis größer, erhält der Riester-Sparer die Differenz zwischen Steuerersparnis und Zulage erstattet bzw. sie wird mit seiner Einkommensteuer verrechnet.
  • Vorteil für Frauen: Das Alterseinkünftegesetz führt gemäß einer EU-Richtlinie für alle ab 2006 angebotenen Tarife zwingend die so genannten Unisex-Tarife ein.
  • Es können bis zu 100% des angesparten Kapitals zu wohnungswirtschaftlichen Zwecken entnommen werden. Der entnommene Betrag muss nicht mehr zurückgezahlt werden.
  • Die Riesterrente ist das Produkt am Markt, welches staatliche Förderung, optimale Verzinsung bei höchster Sicherheit ideal vereint.
  • Jeder Sparer erhält für sich und für jede kindergeldberechtigte Person staatliche Zulagen und ggf. Steuererstattung.
  • Für ab 2008 geborene Kinder wurde die Riester-Zulage auf 300 Euro erhöht. Zusätzlich gibt es eine Extraprämie von 200 Euro für BerufseinsteigerInnen, die bis zum 25. Lebensjahr einen Vertrag abschließen. Für Kinder, die bis einschließlich 2007 geboren wurden, bleibt es bei der bislang im Gesetz festgelegten Zulage von 185 Euro.
  • Das Finanzamt prüft automatisch, ob und um gegebenenfalls wie viel die Steuerersparnis höher ist als die Zulagenförderung. Ist die Steuerersparnis höher als die Zulagen, so zahlt das Finanzamt den Teil der Steuerersparnis, der die Zulagen übersteigt, als Steuerrückzahlung aus.
  • Zum geförderten Personenkreis gehören jetzt auch Bezieher von Renten wegen voller Erwerbsminderung oder Erwerbsunfähigkeit (Dienstunfähigkeit), wenn sie unmittelbar vor Bezug förderfähig waren.
  • Riesterrenten werden nachgelagert besteuert, sind jedoch von Sozialabgaben befreit.
  • Die Zulagen und Steuervergünstigungen müssen auch bei Tod der anspruchsberechtigten Person vor Rentenbeginn zurückgezahlt werden. Jedoch ist die Übertragung des vollständigen Vertragswerts (inkl. Zulagen) in den Riestervertrag eines Ehepartners möglich. Auch hinterbliebene Kinder, die kindergeldberechtigt sind, erhalten, soweit vertraglich vereinbart, eine Rente ausgezahlt.

Die spätere Auszahlung wird nur als Leibrente gewährt. Eine 30-prozentige Teilauszahlung bei Rentenbeginn ist zulagenunschädlich möglich.

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Merkblatt zur Betrieblichen Direktversicherung

Merkblatt zur Betrieblichen Direktversicherung

1. Ihre Versorgungssituation im Alter
Die staatliche Rente in Deutschland sinkt immer weiter. Der Tabelle können Sie entnehmen, dass sich z.B. eine 20jährige Person 65 % ihrer Rente selbst aufbauen muss und nur ca. 35% aus der gesetzlichen Basisversorgung bekommen wird.

2. Ein Zukunftsrisiko wie bei der gesetzlichen Rente besteht bei der betrieblichen Altersvorsorge nicht. Anders als bei der Deutschen Rentenversicherung – bei der die Beiträge der Ver-sicherten schon im nächsten Monat wieder an die Rentner fließen – werden Ihre Beiträge zu einer Betrieblichen Direktver-sicherung verzinslich angesammelt und später zuzüglich der garantierten Verzinsung lebenslang als Rente an Sie ausgezahlt.

3. Recht auf Entgeltumwandlung
Arbeitnehmer haben einen gesetzlichen Anspruch auf Entgeltumwandlung. In 2011 können maximal 2.640 € pro Jahr bzw. 220 € monatlich (alte Bundesländer) steuer- und sozialversicherungsfrei umgewandelt werden. Weitere 1.800 € können steuerfrei umgewandelt werden.

4. Auszüge aus „Tarifvertrag zur betrieblichen Altersvorsorge und Entgeltumwandlung (gültig ab 1. Juli 2011)

㤠2 Arbeitgeberbeitrag zur betrieblichen Altersvorsorge
Mitarbeiter in Apotheken erhalten zum Aufbau einer betrieblichen Altersvorsorgeleistung nach § 1 Betriebsrentengesetz (BetrAVG) von dem Apothekeninhaber einen Beitrag gemäß folgender Staffelung:…“

„Eine unmittelbare Auszahlung des Arbeitgeberbeitrages zur betrieblichen Altersvorsorge an den Mitarbeiter ist grundsätzlich nicht zulässig. Eine Auszahlung des laufenden Arbeitgeberbeitrages mit dem Gehalt ist auf Wunsch des Mitarbeiters nur dann möglich, wenn er bereits das 55. Lebensjahr vollendet hat“.
„§ 3 Abs. 2 Macht der Mitarbeiter von der Möglichkeit der Entgeltumwandlung Gebrauch, erhält er einen Arbeitgeberzuschuss in Höhe der eingesparten Sozialversicherungsbeiträge auf den umgewandelten Betrag von 20 v. H.“.

5. Beiträge zahlen und damit Steuern und Sozialversicherungsbeiträge sparen
Zusätzlich zu dem Arbeitgeberbeitrag haben Sie einen weiteren Vorteil: Die Beiträge für eine Betriebliche Direktversicherung  unterliegen nicht der Sozialversicherungspflicht und sind nicht zu versteuern.

Beispielrechnung (Brutto 1.500, Steuerklasse I)

100,00 € monatlicher, gesamter Beitrag für eine Betriebliche Direktversicherung
– 66,00 € Arbeitgeberbeitrag(gemäß § 2)
–   7,10 € eingesparte Sozialversicherungsbeiträge
– 10,21 €
eingesparte Steuern
16,69 € Ihr Nettoaufwand

Sie sparen Monat für Monat 100 € für Ihre Altersvorsorge, zahlen aber nur 16,69 € aus eigner Tasche! Mit Alter 67 bekäme eine heute 30jährige eine Altersrente von bis zu 455 € monatlich oder eine Kapitalauszahlung von bis zu 120.000 €.

6. (Hartz IV)-sicher
Die per Entgeltumwandlung gezahlten Beiträge zur Direktversicherung werden nicht auf das Arbeitslosengeld II angerechnet.

7. Wie funktioniert eine Direktversicherung?
Bei der Direktversicherung handelt es sich um eine Versicherung, die der Arbeitgeber als Versicherungsnehmer/Beitragszahler für einen Arbeitnehmer abschließt. Dabei handelt es sich in der Regel entweder um eine Rentenversicherung, eine Kapital-Lebensversicherung oder um eine fondsgebundene Lebensversicherung. Bei der klassischen Direktversicherung dürfen bis zu 35% der Beiträge in Aktien angelegt werden. Allerdings bringt die fondsgebundene Variante auch ein Renditeverlustrisiko in Zeiten fallender Kurse mit sich.

8. Zusätzliche Absicherung
Es sollte eine Zusatzversicherung eingeschlossen werden: Befreiung von der Beitragszahlung bei Berufsunfähigkeit. Für den Fall einer Berufsunfähigkeit übernimmt die Versicherungsgesellschaft die Beitragszahlung. Sie sind von der Beitragszahlung befreit und können sich die abgesicherte Altersrente oder das Kapital bei Erreichen der Altersgrenze auszahlen lassen.
Auch der Einschluss einer Berufsunfähigkeits-Rente ist möglich, die im Falle einer Berufsunfähigkeit monatlich an Sie ausgezahlt wird. Die Befreiung von der Beitragszahlung ist dann automatisch mit versichert.

9. Bezugsrecht
Der Arbeitnehmer erhält bei dieser Form der betrieblichen Altersvorsorge ein unwiderrufliches Bezugsrecht, der Arbeitgeber ist lediglich Versicherungsnehmer des Direktversicherungsvertrages. Dem Arbeitnehmer gehört von Beginn an der Vertrag.

10. Monatliche Rente oder Kapitalabfindung
Zum Ende der Laufzeit können Sie wählen, ob Sie eine Kapitalauszahlung oder eine monatliche Altersrente haben möchten. Üblicherweise findet die Auszahlung aus der betrieblichen Direktversicherung frühestens ab dem 60. Lebensjahr statt. Eine Ausnahme gibt es, wenn Sie bereits vor diesem Zeitpunkt eine Altersrente aus der gesetzlichen Rentenversicherung erhalten.

11. Hinterbliebenenversorgung
Berechtigte Hinterbliebene sind Ehegatten, frühere Ehegatten, Lebensgefährten (gemeinsame Haushaltsführung). Kinder zwischen dem 18. und 21. Lebensjahr sind anspruchsberechtigt, wenn sie sich noch nicht in einer Berufsausbildung befinden. Darüber hinaus sind sie bis zum 25. Lebensjahr begünstigt, wenn sie sich in einer Berufsausbildung befinden oder ein Freiwilliges Soziales Jahr oder Vergleichbares absolvieren.

12. Steuer- und sozialversicherungsrechtliche Hinweise
Infolge der Entgeltumwandlung ergibt sich eine Minderung des beitragspflichtigen Entgelts in der gesetzlichen Renten-, Kranken-, Arbeitslosen- und Pflegeversicherung und somit eine entsprechende Minderung der Leistungsansprüche aus diesen Versicherungen. Außerdem verringert sich grundsätzlich auch die Bemessungsgrundlage von Ansprüchen, die vom Nettoarbeitsentgelt der Arbeitnehmer abhängig sind (wie Krankengeld, Zuschuss zum Mutterschaftsgeld).

13. Übertragbarkeit bei Wechsel des Arbeitsplatzes
Bei einem Wechsel des Arbeitsplatzes/Unternehmens kann die Direktversicherung mitgenommen werden. Der neue Arbeitgeber kann auch das Deckungskapital eines mitgebrachten Vertrages auf einen neuen Vertrag übertragen. Auch eine Beitragsfreistellung des alten Vertrages ist möglich. Dafür muss der Arbeitnehmer einen Antrag auf Beitragsfreistellung bei der Versicherung einreichen. Die bislang eingezahlten Versicherungsbeiträge bleiben dann bis zum Ende der Laufzeit des Vertrages stehen, werden verzinst und werden bei Ablauf des Vertrages an den Arbeitnehmer ausgezahlt. Diese Regelung ergibt sich aus dem Gesetz zur Verbesserung der betrieblichen Altersversorgung. Ihr Mitnahmerecht müssen Sie binnen eines Jahres nach Beendigung Ihres alten Arbeitsverhältnisses wahrnehmen. Voraussetzung für den Anspruch ist, dass der Übertragungswert die Beitragsbemessungsgrenze der gesetzlichen Rentenversicherung nicht übersteigt.

14. Wenn die Betriebliche Direktversicherung fällig wird
Sie möchten sich statt einer monatlichen Rente Ihre betriebliche Direktversicherung in einer Summe auszahlen lassen? Das geht. Die Auszahlungen (Kapital oder Rente) sind wie Arbeitseinkommen steuerpflichtig. Außerdem sind Beiträge zur gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung zu zahlen. Da der Steuersatz jedoch während des Arbeitslebens im Allgemeinen höher ist als im Rentenalter, sparen Sie Steuern.

Die obige Darstellung ist ohne Gewähr und erhebt keinen Anspruch auf Richtigkeit oder Vollständigkeit. Mehr zur betrieblichen Altersvorsorge finden Sie in der kostenlosen Broschüre „Zusätzliche Altersvorsorge“ des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales. Individuelle Auskünfte können Sie beim Bürgertelefon erhalten (0180 5 676710 für 0,14 Euro/Min. aus dem deutschen Festnetz).

Zum persönlichen Beratungsgespräch sind bitte unbedingt folgende Unterlagen mitzubringen:

1. letzte Verdienstabrechnung und Abrechnungen über Sonderzahlungen wie 13. Monatsgehalt, Weihnachts- oder Urlaubsgeld.

2. aktuelle Renteninformation von der Deutschen Rentenversicherung oder vom Versorgungswerk (Anwartschaften auf Altersrente, Erwerbsunfähigkeits- oder Berufsunfähigkeitsrente).

3. Aktuelle Unterlagen über bestehende Versorgungsverträge:
bestehende Betriebliche Direktversicherung,
Renten- oder Lebensversicherungen,
Berufsunfähigkeitsversicherungen,
Sparverträge,
Riester,
VL-Verträge,
Bausparverträge etc..
Aus diesen Unterlagen muss hervorgehen: Beginn, Ablauf, monatlicher Beitrag, Verssicherungssumme, versicherte Altersrente oder Kapitalabfindung, Zusatzversicherungen.

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Versorgungsnetzwerk AG – Hollerlander Weg 96, 28355 Bremen,
Tel. 0421. 25 32 92, Fax 0421. 25 59 63
Aufsichtsräte: Jessica Mengel, Britta Emde, Vivian Umek (Vorsitzende)
Vorstand: Dr. Angelika Bischoff

– HRB 22620 Amtsgericht Bremen

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