Tipps für unversicherbare Personen

Es ist also nicht zielführend, bei den Antragfragen zu schummeln, zumal es für  „unversicherbare“ Personen auch andere Möglichkeiten gibt. Menschen, die an einer schweren Krankheit leiden,  können sich natürlich nicht  durch eine BU-Rente  im klassischen Sinne absichern. Auch starkes  Übergewicht oder  ein  einziger Besuch beim Psychotherapeuten reichen aus, um  vorerst überhaupt  nicht mehr versicherbar zu sein. Bei Gesundheitsschäden, die sich besser eingrenzen lassen, wie z.B. bei Wirbelsäulen-Vorschäden, erheben die Versicherer Beitragszuschläge oder sie  schließen die Wirbelsäule aus dem BU-Schutz aus.

Es gibt jedoch mittlerweile einige wenige Gesellschaften , die keine oder reduzierte Gesundheitsfragen stellen. Der Pferdefuß ist jedoch, dass einige dieser Versicherer  in der Sonderwagnisdatei, auch Uniwagnis  genannt,  recherchieren. In dieser Sonderwagnisdatei werden vom  Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft die Daten derjenigen Antragsteller gespeichert , die gesundheitlich auffällig sind.

Wenn Sie  also schon einmal einen Antrag  gestellt haben, der abgelehnt wurde oder nur mit einem Risikoaufschlag angenommen wurde, sind ihre Daten vermutlich in dieser Datei gespeichert. Gesetzt den Fall, Sie stellen nun einen Antrag bei einer Gesellschaft, die damit wirbt, dass keine Gesundheitsfragen gestellt werden, kann es Ihnen passieren, dass Sie dennoch eine Ablehnung Ihres Antrages erhalten.  – und das obwohl Sie nicht eine einzige Gesundheitsfrage beantworten mussten!

Grundsätzlich ist es ohnehin empfehlenswert, wenn eine gesundheitliche Beeinträchtigung vorliegt – anonymisierte Anfragen zu stellen.

Mir persönlich sind lediglich 2 Gesellschaften bekannt, die die Annahme eines BU-Antrages garantieren – egal welche Erkrankungen bestehen, es darf allerdings noch keine bu vorliegen.

Wenn ein 30jähriger mit nur diesen beiden  Gesellschaften, die eine Annahme garantieren, BU-Verträge  schließen würde, könnte er die sehr beachtliche  BU-Leistung von rd. 220.000 bis 500.000 absichern.

Übrigens gibt es für „nicht versicherbare“ Personen auch die Möglichkeit, eine private Krankenversicherung oder eine private Kranken-Zusatzversicherung abzuschließen. Inwieweit dann allerdings die Risikoaufschläge akzeptabel sind, muss jeder für sich entscheiden. Grundsätzlich ist es jedenfalls möglich.

Zurück zu den Menschen, die keine nennenswerten Erkrankungen haben. Wie wir in den Filmausschnitten gesehen haben, vermutet der Drehbuchautor, dass es in den USA zumindest eine Versicherungsgesellschaft gibt,  die prinzipiell Anträge auf Zahlungen erst einmal ablehnt. Statistiken aus Deutschland belegen, dass es Versicherer gibt, bei denen sich über 1 Drittel der Antragsteller auf einen Prozess gegen ihren Versicherer einstellen sollten. Die Dunkelziffer derer, die aus finanziellen oder gesundheitlichen Gründen keinen Prozess gegen ihre Versicherungsgesellschaft führen, ist hoch .